Warum gibt es diesen Blog?

Hallo, ich bin Carina, 43 Jahre, Mutter zweier Söhne und wohne im schönen Holm.

Gern möchte kurz schreiben, wie es zu diesem Blog gekommen ist. Naja, kurz wird es wohl eher nicht. Ich kann nämlich irgendwie nur lang. Daran darfst du dich gewöhnen 🙂

Meine eigentliche Leidenschaft ist die Alternativmedizin, insbesondere die Energieheilung. Nach zwei Berufsausbildungen (staatlich anerkannte Gymnastiklehrerin und Versicherungskauffrau), die mich beide in der Ausübung nicht glücklich machten, habe ich 2014 die energetische Arbeit kennenlernen dürfen. Ich habe an mir selbst erfahren wie leicht Heilung sein kann, wenn sie ursachenorientiert ist.

Meine Neugier war entfacht und ich wollte immer mehr wissen. Ich habe dann angefangen mein Wissen bei mir und meiner Familie anzuwenden. Schließlich habe ich das energetische Heilsystem  innerwise kennengelernt. Innerwise hat mich im Herzen erreicht. Diese tiefe Wahrheit über das Leben und unser Dasein hat mich berührt. Ich habe gespürt, dass da etwas in mir ist, was wiederentdeckt und gelebt werden möchte. Innerwise hat mich beschenkt mit mehr Bewusstsein. Mehr Bewusstsein über die Eigenverantwortung in unserem Leben, über Krankheit und Gesundheit und dass wir über Beides selbst bestimmen durch unser Denken, unser Fühlen und der Art wie wir durchs Leben gehen.

Früher war mein Leben nicht schlecht, aber es fehlte etwas, was mir aber lange Zeit nicht bewusst war. Heute habe ich meinen Beruf als Versicherungskauffrau aufgegeben, meine Ausbildung zum innerwise Coach gemacht, liebe immer mehr was ich tue und lerne mich selbst jeden Tag ein bißchen besser kennen, als Carina, als Frau, Mutter und Tochter, Freundin und als die Ehefrau, die ich mittlerweile so nicht mehr bin.

Doch wie bin ich vom Wunsch, Menschen energetisch zu begleiten, zum Bloggen gekommen? Noch vor ein paar Jahren hätte ich mir nicht vorstellen können, das zu machen, was ich jetzt mache, die energetische Arbeit und erst recht nicht meine Gedanken und Gefühle öffentlich niederzuschreiben.

Als ich mit der energetischen Arbeit insbesondere mit innerwise in Kontakt kam, wurde mir ganz schnell klar, dass ich das nicht nur für mich machen möchte. Ich habe gespürt, dass es mein Weg ist, auch anderen Menschen dabei zu helfen, sich selbst zu heilen, insbesondere die Beziehung zu sich selbst. Die Leidenschaft und die Hingabe zur Energiearbeit und jeglichen Themen bezüglich Selbstheilung waren für mich jederzeit  spürbar.  Auf der anderen Seite begleitete mich aber auch noch ein anderes Gefühl. Da waren Selbstzweifel und mangelndes Vertrauen.  Innerwise habe ich stets vertraut, aber mir selbst? Habe ich anderen Menschen was zu geben? Wer sollte auf die Idee kommen, ausgerechnet zu mir zu kommen? Was habe ich schon erlebt?

Die meisten Menschen in Heilerberufen sind dazu gekommen, weil sie von einem schweren Schicksal betroffen sind, sie von einer unheilbaren Krankheit geheilt wurden, einen lieben Menschen verloren haben, sie ein schweres Trauma erleidet  haben oder ein anderes Schlüsselerlebnis hatten. So dachte ich zumindest, weil ich es schon so oft gehört habe. Und was habe ich vorzuweisen, habe ich mich oft gefragt?  Klar, die  Traumen aus der Kindheit durch unsere Erziehung haben wir alle erlebt, auch ich als Scheidungskind, dessen Eltern mit der Trennung nicht so verantwortungsbewusst umgegangen sind, wie ich es gebraucht hätte.

Abgesehen von einer chronischen Krankheit, durch deren Heilung ich mit der Energiearbeit in Berührung gekommen bin, war ich nie richtig krank (ausgenommen natürlich die normalen Erkältungskrankheiten). Auch meine Kinder, welche ja für die Eltern immer mittragen, sind noch nie ernsthaft krank gewesen und haben noch nie in ihrem Leben ein Medikament zu Gesicht bekommen. Was sollte ich den Menschen also erzählen? Muss man nicht erst mal ganz unten sein, sich dann nach oben arbeiten und weiß dann wovon man spricht?

Diese Selbstzweifel wurden verstärkt von immer wieder kehrenden Gedanken.  Auf der einen Seite war und ist so viel in mir, was raus möchte, was mich bewegt und berührt und was ich der Welt mitteilen möchte. Und auf der anderen Seite kommen Gedanken wie „Wen sollte interessieren was ich zu sagen habe? Wer sollte mir schon zuhören wollen? Vielleicht fühlt sich jemand bevormundet oder falsch verstanden oder angegriffen.“ Ich war die ganze Zeit dabei, mich selbst klein zu machen.

Während meiner  innerwise Ausbildung durften sich diese Selbstzweifel mit Hilfe eines Imagos dann verabschieden. Unter Tränen kam die Erleichterung über meine neu entstandene Bewusstheit zum Vorschein. Mir ist klar geworden, dass ich nicht besser oder schlechter für diese Arbeit geeignet bin nur weil ich keine dramatische Vorgeschichte aufzuweisen habe. Jeder der für diese Arbeit brennt und sie mit Leidenschaft und  Hingabe macht, ist der oder die Richtige. Das erste was einem bewusst wird, wenn man energetisch arbeitet, ist dass wir alles in unser Leben ziehen und für alles selbst verantwortlich sind. Es geht um unsere Eigenverantwortung im Leben. Genauso sind wir für unsere Krankheit aber eben auch für unsere Gesundheit verantwortlich. Wenn ich in meinem Leben nie wirklich krank war bzw. chronisch leide, dann doch nur aus dem Grund, dass ich in meinem Leben nicht so viel falsch gemacht haben kann. Ich habe mich daran erinnert, dass ich schon immer versucht habe, meine Wahrheit zu leben und meinen Weg zu gehen, ungeachtet der Meinung anderer, auch entgegen der eigenen Familie. Das war nicht immer leicht und natürlich habe auch ich diese Verletzungen bis vor Kurzem mit mir rumgetragen und einige von ihnen sind immer noch da. Aber die richtige Krankheit ist ausgeblieben. Meine Seele hatte es zum Glück nie nötig, so richtig zu rebellieren und auf sich aufmerksam zu machen, da ich stets versucht habe auf meine innere Stimme zu hören. Das gelang mir mal mehr und mal weniger gut.

Genau aus dem Grund hat mich innerwise auch sofort so berührt, weil sich irgendetwas in mir angesprochen und bestätigt gefühlt hat.  Und genau aus dem Grund weil ich mir immer mehr bewusst mache, warum in meinem Leben die Dinge so geschehen oder eben nicht, habe ich den Menschen was zu geben. Das zu erkennen, war eine große Erleichterung für mich.

Die Selbstzweifel wurden weniger (sind aber nach wie vor eine Herausforderung für mich), am Vertrauen habe ich gearbeitet und tue es noch immer, doch was blieb war die Frage was genau ist mein Thema, welche Menschen ziehe ich an? Denn es gibt immer einen Grund warum bestimmte Menschen in unser Leben treten. Wir ziehen immer die Menschen an, die unser Thema in sich tragen oder die mit ihrem Thema uns zeigen, an was wir noch zu arbeiten haben. Ich beschäftigte mich mit meinem Thema schon seit langer Zeit, nur war es mir bis vor Kurzem nicht bewusst. Es geht um Erziehung. Mein Muttersein und die sich daraus ergebene Erziehung meiner Kinder spielten schon lange eine immer größer werdende Rolle. Ich fühlte ich mache es anders als andere und möchte es auch anders machen, weil sich für mich die herkömmliche Erziehung nicht gut und richtig anfühlt. Was nicht heißt, dass ich jederzeit wusste bzw. weiß wie es richtig sei.  Erst vor Kurzem ist mir klar geworden warum mir das Thema so wichtig ist und warum ich mich oft persönlich angegriffen und verletzt fühle, wenn mir nahestehende Menschen die Ansichten nicht verstehen können. Es geht eigentlich um mich und meine Kindheit, um meine Erziehung und die daraus entstandenen emotionalen Verletzungen aber auch Glaubenssätze, Beschränkungen, Vorstellungen und Regeln. Genau deshalb möchte ich es bei meinen Kindern anders machen. Und das was sich da so verletzt und angegriffen fühlt, ist mein inneres Kind, welches nach Aufmerksamkeit schreit.

Auf einmal ist mir klar geworden, dass mein Thema mit welchem ich in Resonanz zu anderen gehe, nicht unmittelbar Krankheiten sein müssen. Es sind die kleinen Traumen unserer Kindheit, es sind die Glaubenssätze von denen wir uns verabschieden sollten. Die eigenen Beschränkungen und starren Muster unserer Erziehung durchbrechen und sein ganzes Potential entfalten, darum geht es. Und letztendlich können die Folgen unserer Erziehung auch zu emotionalen und körperlichen Beschwerden und Krankheiten führen. Das ist es was mein Thema ist und was uns doch irgendwie alle betrifft. Denn wir alle sind Kinder unserer Eltern und fast alle haben wir durch Erziehung gelitten und sind dadurch bis heute negativ beeinflusst, wenngleich es den meisten nicht bewusst ist.

Ich hatte mein Thema, meinen Platz gefunden und musste mir den ersten Artikel von der Seele schreiben. Dass ich das Ganze dann nicht nur still für mich sondern öffentlich gemacht habe, hatte auch seinen Grund. Ich habe gespürt, dass es meine Lernaufgabe, meine Herausforderung ist, der ich mich stellen soll. Es sollte endlich raus, was in mir ist. Ich sollte über meinen Schatten springen und zu dem stehen was ich denke und fühle, ungeachtet was andere dazu meinen. Ich habe gespürt, dass es an der Zeit ist, dass nach außen zu geben, was ich im Inneren fühle und somit authentisch zu sein. Der Blog sollte der Anfang sein.  Er ist meine persönliche Challenge, um gegen mein „sich klein machen“ vorzugehen.

Das Unglaubliche (obwohl für mich ist es gar nicht so unglaublich, denn ich glaube mittlerweile so einiges) war zu sehen, wie kurz nachdem ich diesen Entschluss für mich gefasst habe und mir bewusst wurde, dass das alles raus muss, sich bei mir Heilung einstellte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt seit knapp 10 Monaten  auf dem Rücken ein verändertes Hautbild. Eine Erkrankung, die mich nicht belastete und auch nicht ernst war, aber ein kosmetisches Problem darstellte. Man selber ist ja immer der schwierigste Patient, weil man seine eigenen blinden Flecken gern übersieht. Von daher hatte ich einiges erfolglos ausprobiert. Und dann das, ich war so überwältigt. Das zeigte mir wieder so eindrücklich, dass Heilung auch schon dann geschehen kann, wenn wir uns das Richtige bewusst machen, also auch schon bevor die eigentliche Veränderung stattfindet. Mir wurde bewusst worauf mich meine Seele hinweisen wollte. Unsere Schattenanteile möchten nur ans Licht kommen und gesehen werden.  Unsere Haut steht symbolisch für die Abgrenzung von Innen und Außenwelt. Ich habe mich monatelang begrenzt und die Dinge nicht raus gelassen, ich habe mich innen anders gefühlt, als ich es im Außen gezeigt habe. Das hat mich oft belastet. In dem Moment wo die Absicht da war, es raus zu lassen und den Blog zu schreiben, wurde das Symptom nicht mehr benötigt und durfte gehen.

Zum Zeitpunkt meines ersten Blogs wurde ich dann aufmerksam auf einen neuen Onlinekongress mit dem Titel „Beziehung anstatt Erziehung“. Das war genau mein Thema und die Referenten sprachen mir aus der Seele, genauso fühlte ich auch und genau darum ging es in meinem ersten Artikel.  Alles kam zum richtigen Zeitpunkt zusammen und fühlte sich für mich richtig an. Dank des Kongresses, bei welchem unser inneres verletztes Kind eine zentrale Rolle spielte, weiß ich wie mein Weg demnächst weitergehen wird. Auch ich werde mich intensiv mit diesem Kind in mir beschäftigen, um in guter Beziehung zu mir selbst zu sein. Denn das ist die Voraussetzung für gute Beziehungen zu allen anderen Menschen, egal ob zu unseren Kindern, unserem Partner oder Freunden und Kollegen. Ich freu mich auf die Arbeit und darauf, andere Menschen dabei zu unterstützen, ihr inneres Kind wieder zu erlauben.

Am Anfang war das Bloggen eher als Therapie für mich gedacht. Das ist es natürlich immer noch, aber mittlerweile ist das Bedürfnis, andere an meiner Bewusstwerdung teilhaben zu lassen und vielleicht zu inspirieren zu einem festen Bedürfnis geworden.

Ich möchte dich mit diesem Blog auf meinem Weg der Bewusstwerdung mitnehmen, der mich hoffentlich weiter und weiter auf meinem Herzensweg voranbringt. Und vielleicht auch auf deinem.

Deine Carina

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P.S. Und weil mir das Thema Beziehung anstatt Erziehung so sehr am Herzen liegt, gibt es hier noch einen Link zum Thema Frieden mit Kindern bzw. hier findet Ihr einen Friedensvertrag, welchen Ihr zwischen Euch und Euren Kindern schließt. Es ist so wichtig, sich über die Auswirkungen des eigenen Handelns gegenüber Kindern bewusst zu werden.

https://burcado.wordpress.com/2008/11/04/friedensvertrag/

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