Wie siehst du die Welt?

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Meinen heutigen Artikel möchte ich gern mit der Geschichte von Frieda und Paul beginnen. Paul und Frieda sind Maulwürfe, die mit ihren Artgenossen, wie es sich für einen Maulwurf ihrer Gattung gehört, im unterirdischen Gangsystem leben. Beide sind zufrieden mit ihrem Leben unter der Erde, wenn nur nicht immer die anstrengende Graberei wäre. Manchmal ist es sogar ganz schön langweilig die ganze Zeit da unten und dann noch diese Dunkelheit. Aber da Maulwürfe ja sowieso fast blind sind, ist das ja auch egal.

Wie es der Zufall (oder wohl eher das Schicksal) so will, kommt Frieda eines Tages vom Weg ab und landet in einem fremden Gangsystem, an dessen Ausgang eine schöne duftende Blumenwiese mitten im Wald auf sie wartet. Etwas zaghaft aber auch neugierig wagt sich Frieda aus dem Maulwurfloch. Sie spürt die warmen Sonnenstrahlen, einen leichten Hauch des Windes und nimmt eine Helligkeit wahr. Wo bin ich, denkt sich Frieda.

„Hallo, ich bin Lotta“, hört sie eine Stimme sagen. „Und wer bist du?“, fragt die Stimme. „Ich bin Frieda und wohne mit meiner Familie und meinen Freunden unter der Erde. Ich bin nämlich ein Maulwurf, musst du wissen.“ „Ja klar, ein Maulwurf was denn sonst.“ hört Frieda Lotta sagen. „Ich bin ein Eichhörnchen und wenn du ein Maulwurf bist, dann kenne ich viele Maulwürfe. Die leben hier bei uns im Wald.“ „Im Wald?“ fragt Frieda. „Aber das geht doch gar nicht. Maulwürfe leben unterirdisch. Was sollen wir denn hier oben, zumal wir ja eh nichts sehen können?“ „Also die Maulwürfe die ich kenne, fährt Lotta fort, können alle prima sehen.“ Maulwürfe die sehen können, das hört sich für Frieda unglaublich aber auch sehr interessant an. Frieda lauscht Lottas Worten ganz gebannt. Sie liebt es, neue Dinge zu erfahren. Frieda ist stets wissbegierig und offen für Neues. In ihr kommt die Frage auf, ob es für Maulwürfe vielleicht doch mehr geben kann als nur diese dunklen öden erdigen Gänge. Frieda will so gern mehr erfahren über diese Maulwürfe und fragt sich, ob wohl auch sie irgendwann sehen kann.

Lotta möchte mit den anderen Tieren gern herausfinden, ob sie Frieda vielleicht helfen können. Von da an treffen sie sich regelmäßig. Auch mit anderen Tieren aus dem Wald kommt Frieda ins Gespräch und was sie von ihnen alles zu hören bekommt, da wird ihr ganz schwindelig. Sie genießt die Vorstellung, vielleicht auch bald sehen zu können. Sie genießt die Gespräche mit den anderen Tieren. Sie genießt einfach alles was sich ihr da bietet in dieser für sie bisher unbekannten Welt, oben über der Erde. Wenn Frieda im Wald ist, dann vergisst sie alles andere um sich herum.

Aber sie hat natürlich ihr Leben unten im Gangsystem mit Paul und all den Freunden. Denen ist es natürlich nicht entgangen, dass Frieda irgendwie komisch ist, so anders. Frieda hat Paul natürlich geschildert was passiert ist, bei den anderen hat sie sich da lieber etwas zurückgehalten. Es ist für sie selbst noch zu unglaublich was sie erlebt hat, das würde die anderen sicher abschrecken. Wie soll sie es auch erklären, sie kann es ja selbst kaum in Worte fassen. Sie fühlt nur, dass es sich gut und richtig anfühlt.

Paul kann mit den Schilderungen von Frieda nicht viel anfangen. “ Wir Maulwürfe sind dafür da, unter der Erde zu leben. So war es schon immer. Und was sollte es für einen Sinn haben, sehen zu können. Es ist doch alles gut so wie es ist. Ein Maulwurf kann doch nicht einfach im Wald leben. Wo kämen wir denn da hin, wenn das alle Maulwürfe machen würden. Die Lebensweise eines Maulwurfes ist doch klar definiert, das ist auch ausreichend erforscht worden, von Menschen die es ja wissen müssen.“ Was hat Frieda bloß, denkt Paul. Wir haben hier unten doch alles was wir brauchen, unsere Familie, Freunde, ein Dach übern Kopf und genügend Arbeit.

Frieda schmerzt es, dass Paul so wenig Verständnis und Interesse an ihrer Welt zeigt. Wie gern würde sie ihm noch viel mehr von ihren Ausflügen in die Welt da oben erzählen. Und wie toll wäre es, wenn Paul das auch erleben würde, mit ihr zusammen. Paul hat nichts dagegen, dass Frieda regelmäßig ihre Ausflüge macht, aber selbst traut er sich nicht so recht aus der Erde.

Je öfter Frieda ans Tageslicht kommt und mit den anderen Tieren im Wald spricht, umso mehr verwandelt sich ihre Sicht von Hell/Dunkel in mehr oder weniger scharfe Umrisse. Sie kann wirklich ein wenig sehen. Wow, was für ein Gefühl. In ihr kommt die Hoffnung auf, dass sie irgendwann richtig sehen kann, so wie die anderen auch. Sie nimmt ihre Umwelt auf einmal ganz anders wahr. Frieda sieht und empfindet die Welt mittlerweile ganz anders. Aber natürlich wird auch sie von der Welt anders wahrgenommen. Ihre Familie und die Freunde können nicht viel mit Friedas neuer Sicht und den Schilderungen einer Welt, die sie selbst nicht kennen, anfangen.

Frieda macht es traurig, dass Paul sie nicht versteht und sie aufgrund der unterschiedlichen Sicht auf die Welt oft anderer Meinung sind, was dann zum Maulwurfstreit führt. Daher möchte Frieda Paul gerne motivieren, sich die Welt aus ihren Augen anzuschauen und ihn mal mitnehmen. Dann weiß er, was sie meint und kann Frieda vielleicht besser verstehen.

Paul möchte Frieda diesen Gefallen gerne tun, aber weit traut er sich dann doch nicht raus. Zu groß ist die Angst, vor dem was ihn da wohl erwartet. Zu groß die Angst, dass er etwas zu sehen bekommt, was er nicht sehen möchte und ihm nicht gut tut. Zu groß die Angst, zu jemanden zu werden, der er nicht sein möchte.

Frieda versteht mittlerweile, dass sie Paul dazu nicht zwingen kann. Dass sie ihn nicht ändern kann. Das kann nur Paul allein.

Eines Tages als Frieda wieder mal im Wald unterwegs ist, kommt sie an einen Bach vorbei. Sie ist neugierig, schließlich kennt sie das Wasser ja nur aus den Erzählungen. Sie geht dichter ran und beugt sich über das Wasser. Huch, sie erschrickt auf einmal. „Wer oder was ist das denn?“ fragt sie. Sie sieht in ein freundliches aber doch recht erstauntes Gesicht. Auf einmal hört sie hinter sich die Stimme von Lotta. „Das bist du!“ sagt diese. „Ich?“ fragt Frieda ungläubig. Zum ersten Mal kann Frieda mehr als nur Umrisse sehen. Das was sie da aber sieht, hat nichts mit dem zu tun wie sie sich selbst als Maulwurf vorstellt. Sie ist viel größer als ein Maulwurf und auch viel schöner. Sie schaut auf ihre Vordergliedmaßen und wundert sich, wo ihre schaufelförmigen Hände geblieben sind. Sie hat gar keine. Wie kann das sein? Wie soll ein Maulwurf unter der Erde graben ohne seine Schaufeln?

Ist das vielleicht der Grund warum Frieda das Gänge bauen immer so schwer gefallen ist? Warum es alles so anstrengend war und sich irgendwann nicht mehr gut und richtig angefühlt hat? Frieda kommt ein unheimlicher aber zugleich befreiender Gedanke. „Ich bin gar kein Maulwurf und bin es auch nie gewesen. Alle haben mich so gesehen und wollten mich so sehen. Und ich habe einfach nie daran gezweifelt, habe nie hinterfragt.“ Auf einmal macht Vieles einen Sinn, warum Frieda sich bisher so fühlte wie sie sich fühlte und sicher ist das auch der Grund, warum sie sich den anderen Maulwürfen gegenüber so verhalten hat wie sie es tat. Sie versteht sich jetzt selbst ein bisschen mehr. Das fühlt sich so gut an und sie möchte noch mehr über sich erfahren.

Also fragt sie Lotta „Wenn ich kein Maulwurf bin, was bin ich denn dann?“ Lotta entgegnet „Tja liebe Frieda, das herauszufinden ist die große Aufgabe, wenn nicht sogar die größte Herausforderung vor der wir in unserem Leben gestellt werden. Das kannst nur du allein. Aber ich kann dir gerne dabei helfen.“

Für Frieda besteht kein Zweifel daran, dass sie nur glücklich und erfüllt leben kann, wenn sie weiß, wer sie wirklich ist. Und sie weiß, dass es kein Zurück mehr gibt in ein Leben als Maulwurf. Sie kann doch nicht einfach so tun als wüsste sie nicht, dass sie kein Maulwurf ist und so weiterleben wie bisher. Sie kann nicht unter der dunklen Erde weiter graben, wenn sie weiß, dass es aufgrund ihrer fehlenden Schaufeln keinen Sinn macht, während oben über der Erde das Sonnenlicht und die Schönheit des Waldes auf sie wartet. Sie möchte wissen, als welches Tier sie geboren wurde und was ihre Aufgabe als dieses Tier hier auf dieser Welt ist. Sie möchte mit Tieren ihrer Art in Kontakt kommen und zusammen mit Gleichgesinnten die Welt erkunden.

Auf der anderen Seite sind da noch Paul und Fridas Freunde, die nach wie vor Friedas neue Welt nicht verstehen können. Dafür hat Frieda Verständnis, wie sollten sie auch, sie haben sich ja auch nie aus der Erde raus gewagt. Frieda weiß, dass wenn sie es tun würden, auch sie ganz sicher erkennen, dass sie keine Maulwürfe sind. Frieda ist auch überzeugt davon, dass alle Tiere sehen können.

Nur wie soll sie trotz Verständnis für die anderen Maulwürfe ihren Weg gehen und sich selbst finden, ohne sich von Paul und den anderen zu entfremden? Wie soll eine Gemeinschaft funktionieren, ohne Verständnis für die Welt des anderen? Wie kann Frieda mit Paul und den anderen harmonisch leben, ohne sich selbst zu verlieren und zu verleugnen? Die Antwort darauf darf Frida noch finden.

Fortsetzung der Geschichte folgt.

Und warum erzähle ich euch die Geschichte überhaupt? Ihr ahnt es sicher schon. Weil ich Frieda bin und weil das wiedergewonnene Augenlicht mein Bewusstsein ist, unser Bewusstsein mit welchem wir durchs Leben gehen und mit welchem wir die Welt wahrnehmen. Und weil Paul meine Familie, insbesondere mein Mann ist.

Was ist, wenn wir alle nicht diejenigen sind, die wir glauben zu sein? Was, wenn wir nur die sind, zu denen wir von anderen, insbesondere der Gesellschaft und der Erziehung gemacht wurden? Was, wenn wir uns befreien könnten von all den uns auferlegten Begrenzungen und Beschränkungen? Was, wenn wir lediglich die Summe unserer Programmierungen aber auch der nicht verarbeiteten emotionalen Erlebnisse sind? Was, wenn wir unsere Fremdbestimmung endlich aufgeben und ein Leben in Eigenverantwortung leben, ein Leben außerhalb der Matrix?

Die meisten von uns trauen sich nicht, sich diese Fragen zu stellen, geschweige eine Antwort darauf zu suchen. Verständlich, denn aufgrund unserer Glaubenssätze und Programmierungen sind wir ja in der festen Überzeugung, dass wir nicht einfach machen können, was wir wollen. Dass es nun mal Regeln gibt, an die man sich halten muss, dass sich bestimmte Sachen nicht gehören. Das ist der Sinn der Matrix, uns dies vorzugaukeln. Zu groß ist unsere Angst vor Veränderung, so groß dass wir lieber unser unglückliches und unerfülltes Dasein fristen. Da weiß man wenigstens was man hat. Und schließlich ist das Leben ja auch kein Zuckerschlecken, soll es wohl auch nicht sein, denn den meisten anderen geht es ja genauso.

Jetzt sag ich dir mal was. Doch das Leben kann ein Zuckerschlecken sein. Das hängt aber allein von dir und deiner Einstellung und Sichtweise ab und von deiner Bereitschaft über den Tellerrand zu schauen und von deinem Mut, die Dinge zu verändern die dich nicht glücklich machen und der Fähigkeit einfach mal deinen Verstand auszuschalten und dich mit deiner inneren Stimme wieder zu verbinden. Du allein hast es in der Hand. Du musst „nur“ endlich Verantwortung für dein Leben übernehmen und nicht von anderen bestimmen lassen was richtig oder falsch für dich ist. Sprich und lebe deine Wahrheit und lass dir nicht von anderen in dein Leben reinreden. Das ist nicht leicht, keine Frage und der Weg dorthin ist steinig. Wenn Dein Leben sich bereits jetzt schon leicht und erfüllt anfühlt, dann lass es. Wenn nicht, was hast Du dann zu verlieren? Außer Zeit und dass du dich mit dir selbst beschäftigt hast? Ist dein Leben schon so toll, dass es sich nicht lohnt, etwas zu verändern? Oder bist du der festen Überzeugung, dass Probleme, Kompromisse und Leid nun mal zum Leben dazugehören und es daher die Mühe nicht lohnt?

Ich bin der festen Überzeugung, dass das Leben nicht dafür da ist, um es als schwer und ungerecht zu erleben. Dass wir nicht auf dieser Welt sind, um uns gegenseitig das Leben schwer zu machen, uns zu bekämpfen und unglücklich zu fühlen. Wir sind nicht dafür da, ständig Dinge zu tun die uns nicht gut tun und uns krank machen. Uns wurde nicht das Leben geschenkt, um es dann zu vergeuden und uns selbst zu verleugnen, nur um es anderen recht zu machen, nur um den gesellschaftlichen Normen zu entsprechen und als normal zu gelten.

Wie oft höre ich Sätze wie „Das kann man doch aber nicht machen.“ oder „Man macht das halt so.“ oder „Man muss halt Rücksicht nehmen und man kann nicht immer das tun was man möchte. Das ist egoistisch.“ Diese Sätze zeigen mir nur, wie gefangen diese Menschen in ihren Vorstellungen sind, wie verfestigt und starr, wie wenig Bereitschaft vorhanden ist, über den Tellerrand hinauszuschauen. Aber auch mangelndes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Selbstzweifel, Ängste und ein Gefühl des Mangels spielen hier eine Rolle. Was würdest du denn machen, wenn man alles machen könnte? Die wenigsten haben sich diese Frage überhaupt mal gestellt. Warum auch, macht für sie ja keinen Sinn, wenn man es sowieso nicht darf. Außerdem haben viele den Zugang zu ihrem Innersten verloren und können so kaum noch spüren was ihnen wirklich Freude bereiten würde. Sehr Schade!

Habt ihr euch eigentlich schon mal gefragt wer dieser ominöse „man“ eigentlich ist? Was macht ihn so mächtig, dass er das Recht hat darüber zu bestimmen, was für mich oder dich richtig ist? Es gibt nicht die allgemeingültige Wahrheit an der wir uns nur zu halten haben und dann ist alles gut. Jeder sollte danach handeln was sich für ihn richtig und wahrhaftig anfühlt. Und das kann mir nur meine innere Stimme sagen und nicht die von „man“. Wenn es dich glücklich macht jeden Morgen um 8 Uhr deinen Bürostuhl zu besteigen und dich mit nervigen Kunden oder schlechtgelaunten Kollegen und Chefs zu umgeben, dann mach es weiterhin so. Aber bitte deshalb weil du es so machst und es dich glücklich macht und nicht weil man das so macht. Weil man nun mal mit irgendwas sein Geld verdienen muss. Ja musst du, aber nicht mit irgendwas sondern mit dem was du liebst. Das eine schließt das andere nicht aus. Und wenn du es nicht liebst und trotzdem machst, weil du lieber auf „man“ hörst, dann beschwer dich bitte aber auch nicht. Wie viele von uns jammern ständig an jedem und allem herum, die blöden Kollegen, der ungerechte Chef, die nervigen Eltern, die anstrengenden Kinder, der verständnislose Partner, die ungünstigen Umstände, die Politik etc. Aber ja, das macht man halt so, wenn man unzufrieden ist. Und ja, jeder darf unzufrieden sein, ich bin es auch. Entscheidend ist aber, ob ich mich als Opfer sehe und immer dem Umfeld und meinen Mitmenschen die Schuld gebe oder ob ich die Verantwortung für mein Leben übernehmen möchte und erkenne, dass ich an Allem was mir geschieht meinen Teil zu beigetragen habe und dass nur ich es ändern kann. Da kann mir auch kein „man“ bei helfen. Also bitte versteck dich nicht hinter „man“ sondern zeig wer DU bist, was DU denkst und fühlst. Wenn dich etwas stört, ändere es oder akzeptiere es.

Vielleicht denken viele jetzt, dass sie bereits glücklich sind. Und sicher stimmt es auch. Aber vielleicht nur bis zu dem Moment an dem dir bewusst wird, was das Leben für dich noch zu bieten hat, was für Möglichkeiten dir offen stehen und dass du noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hast. Dann erscheint dir alles in einem anderen Licht.

Den Vorwurf man sei egoistisch, wenn man nur an sich denkt und das tut was man will, möchte ich noch kurz aufgreifen. Egoistisch bin ich, wenn ich als Opfer durchs Leben gehe, wenn ich keine Verantwortung für mein Leben übernehme und diese Verantwortung an andere übergebe. Andere werden dafür verantwortlich gemacht, mich glücklich zu machen und mich zu lieben. Es ist nicht die Aufgabe der Anderen mich zu lieben, es ist meine Aufgabe. Es ist auch nicht die Aufgabe der Anderen mich glücklich zu machen, denn es ist meine. Wenn ich mich liebe und mich glücklich mache, dann bin ich auch in der Lage diese Liebe an andere weiterzugeben. Wenn ich glücklich bin, kann ich auch was von meinem Glück abgeben. Wenn ich aber selbst nichts habe, kann ich auch nichts abgeben. Und wenn ich dann auch noch erwarte, dass die anderen mir was geben müssten, dass die anderen für die Befriedigung meiner Bedürfnisse zuständig sind, das nenne ich Egoismus. Menschen die Verantwortung übernehmen und ihr Leben in die eigenen Hände nehmen, anstatt im Bewusstsein eines Opfers anzuklagen, zu jammern und zu leiden, können in meinen Augen niemals egoistisch sein. Das ist immer nur die Sicht der Anderen, die eher die Opferrolle einnehmen und von einem erwarten, dass man sie glücklich macht, da sie es selbst nicht können.

Was viele oft missverstehen ist, dass Egoismus nichts mit Rücksichtslosigkeit zu tun hat. Es bedeutet nicht, dass ich nicht in der Lage bin, jemanden einen Gefallen zu tun oder auch mal zurückstecken kann. Egoisten sind dennoch in der Lage aus Liebe etwas für einen anderen Menschen zu tun. Alles was man aus Liebe tut, fühlt sich richtig an. Und um nichts anderes geht es, stets das tun was sich richtig anfühlt.

Ich möchte zurückkommen zu meiner Frage was ist, wenn wir alle nicht diejenigen sind, die wir glauben zu sein? Was, wenn wir nur die sind, zu denen wir von anderen insbesondere der Gesellschaft gemacht wurden etc.? Ich kann für mich persönlich die Frage beantworten was dann ist. Dann haben wir den Sinn des Lebens gefunden! Wir sind auf dieser Erde, um zu erkennen wer wir sind und um wieder wir selbst zu werden mit unseren ganz persönlichen Stärken. Wir sollen unsere Lebensaufgabe finden und diese dann auch leben und uns, mit dem was uns ausmacht, in dieses Leben einbringen. Es ist der Sinn unseres Lebens in guter Beziehung zu uns selbst zu sein und dadurch in liebevolle Beziehung zu unseren Mitmenschen zu gehen, zu unseren Kindern, unserem Partner, unseren Freunden und Kollegen. In guter Beziehung zu mir kann ich aber nur sein, wenn ich mich so wie ich bin mit allem was mich ausmacht anerkenne und wenn ich meinen Bedürfnissen Beachtung schenke und nicht denen von „man“. Der Sinn des Lebens ist für mich, unsere Einzigartigkeit zu entdecken und zu leben. Wir müssen nicht einzigartig werden, denn wir sind es schon, wir haben es nur vergessen. Diese Einzigartigkeit liegt tief verborgen in uns wie ein geheimnisvoller Schatz, der nur darauf wartet, geborgen zu werden.

Ich liebe Abenteuer, Herausforderungen und Neues. Ich möchte lieber ein Abenteurer und Schatzgräber sein als jemand der sich mit seinem Leben abfindet und arrangiert (ich nenne ihn mal Totengräber). Daher habe ich mich auf die Suche nach meinem Schatz gemacht. Ich bin noch lange nicht angekommen, bin aber auch schon lange nicht mehr dort wo ich losgegangen bin. Aber ich habe mich auf dem Weg gemacht.

Wie lebt es sich in einer Welt in der es mehr Schatzgräber als Totengräber gibt und in der „man“ nichts mehr zu sagen hat sondern nur noch die Stimme unseres Herzens?

Lasst es uns herausfinden!!! Was kann uns schon passieren, außer glücklich zu sein 🙂

„Die beiden wichtigsten Tage deines Lebens sind der Tag, an dem du geboren wurdest, und der Tag, an dem du herausfindest, warum.“ Mark Twain

In diesem Sinne, werdet euch bewusst und folgt eurem Herzen!

Eure Carina

P.S. Allen, die gern noch einen Tritt in den Allerwertesten brauchen, um aufzuwachen, möchte ich den Blog vom genialen Aufwachmediziner Stefan Hiene ans Herz legen. Stefan spricht radikal ehrlich und lebt Authentizität in allen Bereichen seines Lebens. Seine Worte erreichen mich und sind für mich inspirierend. Danke Stefan 🙂

www.stefanhiene.de/blog/

P.P.S.Ich habe gerade eben kurz vor der Veröffentlichung des Artikels dieses Video gefunden. Das ist sicher kein Zufall, denn es passt perfekt hierzu. Ich bin total geflasht. Wenn dich mein Artikel erreicht hat, dann wird dieses Video dich inspirieren und vielleicht beflügeln, dein Leben anders zu sehen und etwas zu ändern. Ich frage dich „Willst du normal sein oder glücklich?“

www.youtube.com/watch

P.P.S. Den Artikel könnt ihr euch jetzt auch auf youtube anhören, von mir gesprochen.

Hier geht’s zum Anhören

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